Projekte Jüdische Spuren im Burgenlandkreis

Jüdische Spuren
im Burgenland­kreis.

Digitale Erinnerungsplattform zur Geschichte jüdischen Lebens im Burgenlandkreis – ein Gedenkbuch mit tausenden Biografien, in vier Sprachen, gebaut für Jahrzehnte.

Träger Konrad-Martin-Haus gGmbH, Naumburg
Förderung „Demokratie leben!“ · „Wir sind das Land“ (Sachsen-Anhalt)
Jahr seit 2024
Leistungen
Konzept Design Astro Headless WordPress Mehrsprachigkeit
Sprachen
DE EN FR HE
Jüdische Spuren im Burgenlandkreis – Startseite auf einem Desktop-Monitor

Ausgangslage

Tausende Biografien, vier Sprachen – und der Anspruch, dauerhaft zu bestehen.

Das Projekt „Jüdische Spuren im Burgenlandkreis“ dokumentiert jüdisches Leben und die Schicksale der Opfer des Nationalsozialismus in Zeitz, Naumburg, Weißenfels und der Region. Träger ist das Konrad-Martin-Haus Naumburg, gefördert wurde die Entwicklung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Herzstück ist ein digitales Gedenkbuch mit rund 8.000 Biografien, zusammengetragen aus Bundesarchiv, Arolsen Archives, Yad Vashem und regionalen Archiven. Dazu kommen Ortsgeschichten, historische Dokumente und Erinnerungsorte.

Die Anforderungen waren ungewöhnlich: Inhalte in vier Sprachen inklusive Hebräisch, minimale laufende Kosten – und eine Plattform, die nicht nach der nächsten Förderperiode verschwindet, sondern in zwanzig Jahren noch erreichbar ist.

Digitales Gedenkbuch – Ansicht einer Biografie

Umsetzung

Headless WordPress trifft Astro: 32.000 Seiten, komplett statisch.

WordPress dient als reines Redaktionssystem im Hintergrund – dort werden Biografien, Orte und Dokumente gepflegt. Astro generiert daraus eine vollständig statische Website: rund 32.000 Seiten über vier Sprachversionen. Auf dem Server liegt am Ende nur HTML. Keine Datenbank, kein öffentliches Backend, nichts, das gewartet, aktualisiert oder gehackt werden kann.

Das zahlt direkt auf das Projektziel ein: Ladezeiten im Millisekundenbereich, Hostingkosten auf Minimalniveau und eine Architektur, die auch ohne kontinuierliches Budget stabil weiterläuft.

Bewusst ohne Ballast gebaut: kein Pagebuilder, keine Plugin-Sammlung, keine externen Schriften. Alle Datenstrukturen sind eigens für das Projekt entwickelt – vom Biografie-Datenmodell bis zur mehrsprachigen Seitenstruktur.

Jüdische Spuren – Mobile-Ansicht auf Smartphones

Mehrsprachigkeit, Karte & Datenschutz

Hebräisch von rechts nach links, Karten ohne Google – und kein einziger Cookie.

Deutsch, Englisch, Französisch, Hebräisch: Die hebräische Version läuft vollständig rechts-nach-links, mit gespiegeltem Layout und angepasster Typografie. Damit ist die Plattform auch für die Nachfahren der dokumentierten Familien zugänglich – viele leben heute in Israel, den USA oder Frankreich.

Dazu kommt eine interaktive Karte der Orte jüdischen Lebens – umgesetzt mit Leaflet und OpenStreetMap statt Google Maps. Georeferenzierte Adressen, Synagogen, Wohnorte und Erinnerungsorte, direkt verknüpft mit dem Gedenkbuch.

Datenschutz war dabei Designentscheidung, keine Pflichtübung: keine Cookies, kein Tracking, keine externen Dienste – auch nicht bei der Karte. Die Seite kommt ohne Consent-Banner aus, weil es schlicht nichts gibt, dem man zustimmen müsste. Bei einem Thema wie diesem ist das keine Nebensache, sondern eine Frage des Respekts.

Hebräische Sprachversion mit Rechts-nach-links-Layout

Ergebnis

Ein digitales Denkmal, gebaut für Jahrzehnte.

Die Plattform ist live und wächst kontinuierlich – neue Orte, neue Biografien, neue Dokumente. Vom Gedenkbuch bis zur interaktiven Karte macht sie regionale Geschichte erstmals zentral zugänglich: für Forschung, Schulen und die Nachfahren der Familien weltweit.

32.000+
Statische Seiten
8.000
Biografien im Gedenkbuch
4
Sprachen, inkl. Hebräisch (RTL)
0
Cookies & Tracker

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TSV Tröglitz

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Ostfalia Hochschule